Afrikanischen Kolonialstatuen

Afrikanischen Kolonialstatuen

Die figurativen, hölzernen Kolonialstatuen sind ein Zweig der afrikanischen Kunst, der seinen Ursprung in der Kolonialzeit hat. Die Statuen stellen im Allgemeinen europäische Kolonisten dar (z.B. Zivilbeamte, Ärzte, Soldaten, Techniker), oder europäisieren die arikanische Mittelschicht. Die Figuren zeichnen sich durch wiederkehrende dekorative Motive aus, wie Kolonialhelme, Anzüge, offizielle Uniformen oder Pfeiffen. Diese sind mit leuchtenden Farben bemalt oder mit Lacken auf Pflanzenbasis poliert. Die Kolonialstatuen haben nach dem zweiten Weltkrieg und nach der Entkolonialisierung internationale Bekanntheit erlangt. Einige behaupten, dass diese Art Skulputuren als Antwort auf die Kolonialisierug und die Repression durch die Hand des Kolonialstates geboren wurden. Man diskutiert, ob die Statuen von den Kolonisten anfänglich als satirische Karikaturen, oder einfach als neue Repräsentanten von neuen Gegenständen des lokalen Stils angesehen wurden. Die Anthropologen diskutieren auch, ob die Kolonialtatuen ursprünglich dazu gedacht waren rein ornamental zu sein, oder ob diese auch eine rituelle Funktion gehabt haben.
Heutzutage werden die Statuen in West-/ und Zentralafrika als Souvenire hergestellt.

Afrikanischen Kolonialstatuen

Einrichten mit den Kolonialstatuen

Die Hauptmerkmale der afrikanischen Kolonialstatuen sind: die Farben, ihre Größe, die westliche Kleidung, die verschiedene Persönlichkeiten der sozialen Schicht darstellen. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Skulpturen die ideale Lösung sind,um deiner Örtlichkeit Pep, Bewegung und Leben zu geben.
An strategischen Punkten im Haus oder Büro aufgestellt, können die Skulpturen deine Einrichtung revoluzionieren, allein durch ihre Größe und die richtige Beleuchtung. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern geben zweifelsfrei einen Hauch von Originalität und Lebendigkeit.
Stellt Euch diese Statuen im Eingang eures Wohnhauses vor, wie als wären sie große und symbolische Wachposten. Oder, stellt sie euch auf dem Treppenpodest oder entlang einer Treppe vor, Orte, denen die Wärme dieser Kunstwerke eine zweifelsfreie ästhetische Wendung gibt.

Afrikanischen Kolonialstatuen

Im Unterschied zu den Masken oderden Stammesskulpturen verlieren diese Kunstwerke ihr soziale und spirituelle Funktion, indem nur der starke Einfluss des Kolonialismus unterstreicht wird, der von den Europäern in Afrika im 20. Jahrhundert durchgeführt wurde. Alle Kolonialstatuen tragen westliche Kleidung und sind mit Accessoires ausgestattet wie Hüte, Taschen, Gepäckstücke, die in der Tat ein europäisches Privileg waren. Die weiblichen Statuen sind in farbprächtigen Kleigungsstücken gekleidet die die Mode diese sozialen Zeit wiederspiegelt. Trotz dessen sind Mann und Frau sehr groß dargestellt (einige dieser Statuen sind größer als zwei Meter); dies soll versinnbildlichen, dass der Mensch sich über jede Sache stellen kann, auch über die Herrschaft der Ausländer, indem er ein Souverän seiner Zeit und Herkunftortes wird.

Man versteht, wie der afrikanische Künstler seine künstlerische Inspiration auszudrücken weiß, indem man seine Kunstwerke betrachtet, und zwar indem er mit seinem ästhetischen Geschmack, einfach aber direkt, die Repräsentation des modernen afrikanischen Menschens vorgibt.

Die Geschichte der Kolonialstatuen

Die Kolonialstatuen sind hölzerne Abbilder von Kolonisten, sowohl Europäer, als auch Afrikaner, in westlicher Kleidung. Wir können diese Statuen in der gesamten westlichen afrikanischen Gesellschaft finden. Auch wenn diese Elemente europäischer Gestaltung aufweisen (wie gewisse Kleidung oder Stand), wurden die Kolonialstatuen ursprünglich nicht für den Markt gedacht, sondern hingegen für den Gebrauch der Einheimischen geschaffen. Bei den Baoulé zum Beispiel wurden die Statuen in modischer Kleidung genauso benutzt wie andere hölzerne Statuen um den “geistlichen Liebhaber” einer Person imJenseits darzustellen.

Afrikanischen Kolonialstatuen

Philip Ravenhill hat 1982 bei seinen Forchungen geschrieben: “Eine Baoulé-Statue in moderner Kleidung ist weder eine Replik eines Europäers, noch der Ausdruck eines Wunsches für einen überirdischen Europäer, sondern eher das Verlangen, dass der überirdische Baoulé-Liebhaber die Zeichen des Erfolges und Status zeigt, die eine Welt der Weißen charakterisiert oder von ihnen dominiert werden.”

Während der Kolonialzeit wurden moderne mehrfarbige Statuen wie die der spirituellen Baoulé Partner in europäischer Kleidung nicht hauptsächlich auf dem afrikanischen Kunstmarkt verkauft.
Wir wissen, dass von 1940-1945, laut verschiedener Äußerungen, die Kolonialstatuen keinen Wert auf dem afrikanischen Kunstmarkt besaßen; in den Regionen wo es viele Kolonialstatuen gab, die auch “bemalte Hölzer” genannt wurden, wurden sie von Kunsthändlern oder Kaufleuten an ihre Kunden verschenkt.
Dann gegen Ende 1950 fingen die Ausreisenden der Kolonien an, Selbstportraits in Auftrag zu geben, um sie als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Dies hat ein neues Genere von “Tousistenkunst”hervorgebracht, aus einer einheimischen Tradition geboren,Afrikaner in westlicher Kleidung darzustellen.

Afrikanischen Kolonialstatuen
Der Kolonialstil hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, nicht zuletzt auf Grund von einer Serie von Versteigerungen, die in London und Paris abgehalten wurden, wo Kolonialfiguren (fast ausschließlich Schnitzwerke im Stil der Baoulé oder Gouro) zu Summen versteigert wurde, die sie vorher nie erreicht hatten. Außerdem haben sich immer mehr illustrierte Bücher von diseser Typologie der Statuen, und Artikeln zum Thema Kolonien verbreitet.