Afrikanischen Statuen

Afrikanischen statuen

Die afrikanischen Statuen und Skulpturen fügen sich ganz natürlich in deine Einrichtung ein. Anstatt banaler Raumdeko, die keinen Wert oder Geschichte besitzt, schafft die afrikanische Statue es, über ihren ästhetischen Wert hinaus, die Blicke anderer auf sich zu ziehen. Neugier wird geweckt und die authentische Schönheit wird erkannt.

Afrikanischen Statuen

Neben dem zweifelsfreien künstlerischem Wert, den die Maske besitzt, erzählt auch die afrikanische Statue oder Skulptur eine wahre und antike Geschichte. Je nach der Ethnie, dem die afrikanische Statue angehört, kann sie verschiedene Bedeutungen und Bestimmungen haben. Diese können bedeutende Persönlichkeiten aus der Vergangenheit darstellen, die bei Wahrsageriten befragt werden, um schwierige Situationen zu bewerkstelligen; in der Tat wird der Statue eine starke spirituelle Kraft beigemessen, die dem Individuum oder der Gemeinschaft hilft, Ungemach und Negativität zu bewältigen, die den sozialen Frieden stören. Die afrikanischen Statuen können auch einen Ahnen darstellen; in diesem Fall werden diese sorgfältig in den Hütten verwahrt, als Andenken an die Vorfahren. Die afrikanischen Statuen können ebenfalls einen bestimmten Volksstamm identifizieren, in dem sie seine Besonderheiten und Eigenschaften wiederspiegelt. Jede Ethnie unterscheidet sich von einer anderen durch den Gebrauch der Statue oder Skulptur.

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In manchen Stämmen sind die Statuen in allen Einzelheiten und figurativ realisiert, die einen Bräutigam oder eine Braut des Jenseits darstellen; deshalb sind diese mit außergewöhnlichen und minutiös geschnitzetn Frisuren dargestellt. Oder in anderen Ethnien stellen die afrikanischen Statuen sehr mächtige Symbole im Familienkreis dar, die als Schutz fungieren und Fruchtbarkeit der Frauen garantieren sollen. “Einige dieser afrikanischen Statuen, in ihrer Typologie und ihrer Ausarbeitung, sind geschaffen worden, um die Lebenden von Schuldgefühlen oder Gefühlen des Verlassenseins zu befreien, und vor allem, um geschichtliche Kontinuität der Traditionen zu bewahren. So kann man sagen, dass die gehauenen Objekte als Schriftstück fungieren, das ihre Traditionen aufrecht erhält; so dass, in einer letzten Analyse, die gesamte Bildhauerei des schwarzen Afrikas, global gesehen, als ein großes heiliges Buch verstanden werden kann, welches die einzelnen historischen Geschichten der verschiedenen Stämme erzählt.” – Gabriel Mandel.

Die afrikanischen Statuen und ihre Funktionen

Das was am meisten an den afrikanischen Statuen beeindruckt, ist die Wesentlichkeit ihrer Formen, deren Zeichen die sichbare Darstellung eines Konzeptes sind. Dieses ist gekennzeichnet durch den Rythmus, der, neben der afrikanischen Musik, gut sichtbar in der Skulptur ist, wie als wenn jede afrikanische Statue einem musikalischem Motiv folgt, anstatt reale Volumen darzustellen. Es scheint in der Tat, als ob der afrikanische Künstler konstant auf der Suche nach der Vollkommenheit wäre, nach einem rituellen Charakter, in dem die afrikanischen Statuen das gehauene Symbol des göttlichen Geistes sind und zwei Hauptbedürfnisse befriedigen: Religion und Politik. Die afrikanische Statue stellt eine Vervielfältigung der Geister dar, der Vorfahren, der Kulturhelden, der Gottheiten und der Ausstattungen für Begräbnisse. Die Statuen sind stark von Magie erfüllt und werden bei verschiedenen Religionsriten benutzt, Fruchtbarkeits-/ oder Mannbarkeitsriten, für Kollektivzeremonien oder privaten Feiern; dieses Konzept ist wenig bekannt im modernen Westen, wo die Präsenz von Animismus im alltäglichen Leben fehlt.

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Die Bedeutung der afrikanischen Skuptur liegt in der geschichtlichen Kontinuität; die Statuen sind wie geschriebene Texte, die die Traditionen am Leben erhalten, indem sie von historischen Ereignissen der verschiedenen Stämme berichten. Aus diesem Grund kann man einen Beerdigungsritus wie einen großen Ausdruck von afrikanischer Kunst auffassen, die Tänze eingeschlossen, die Dekorationen der Musikinstrumente und die Masken. Anders ist der Vorfahrenkult, wo der Ritus intim und umfassend wird und die Statuen müssen in speziellen Hütten  aufgestellt sein.

Das obere Nigerbecken

Die Stämme in dieser Region sind: Bambara, Marka, Soninké, Malinké, Bozo, Dogon, Bobo, Bwa, Gurunsi, Mossi, Kurumba-Nioniosi, Senoufo, Nafana, Koulango, Toussian, Lobi, Ligbé. Der große Bauernstamm der Bambara aus der Bamakoregion hat reiche Themen entwickelt, die  von den Ahnenstatuen reichen bis hin zu denen, die an den Kult der verstorbenen Zwillinge gebunden sind.

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Die Skulpturen der Dogon, ikonisch gesehen verschieden und variierend, thematisieren häufig das von seinen Vorfahren inspirierte mythische Paar. Dann gibt es die “Nommo”-statuen mit zum Himmel ausgestreckten Armen um den Regen zu erbitten. Die Skulpturen der Lobi hingegen sind der Ausdruck einer originellen künstlerischen Gruppe aufgrund der späten und isolierten Ansiedelung der Stämme. Die männlichen und weiblichen Figuren sind geschlechtlich kaum unterscheidbar und haben den Zweck, vor Krankheiten zu beschützen oder das Glück zu fördern. Auch eine Statue, die ein kopulierendes Paar darstellt, hat eine magische Funktion, nämlich dabei zu helfen, einen Partner zu finden.

Westlicher Teil des Golfes von Guinea

Die Stämme, die dem geografisch westlichen Gebiet des Golfes von Guinea angehören, sind:

Bidyogo, Nalou, Landouman, Baga, Mendé, Vai, Gola, Temme, Toma (Loma), Krou, Grebo, Kpelle, Dan, Ngéré, Ngéré-Wobé, Bété, Gouro, Baoulé, Baoulé-Yaouré, Attie, Adioukrou, Alagya, Ebrié, Asante, Agni, Abron, Fanti.

Die Kunst der Bidyogo umfasst Statuen, die von zoomorphen Figuren bis hin zu fetischen Figuren reichen. Es gibt auch Puppen, die die weibliche Fruchtbarkeit begünstigen sollen.

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Die Gouro-Skulptur, etwas weniger kopiös als die Masken, stellt fein gehauene Kinderköpfe dar, oder isoliert auf den Beinen stehende Figuren.

Die Ashanti-Skulptur erreicht ihren ästhetischen Höhepunkt mit den Bildhauereien von Toten; es handelt sich um idealisierte Bildnisse oder ganze Figuren aus Terrakotta. Sie werden auf Grabstätten aufgestellt, um den Verstorbenen zu huldigen.

Östlicher Teil des Golfes von Guinea

Die sehr produktive ethnische Gruppe Yoruba, hat Holzstatuen entwickelt, die hauptsächlich männliche oder weibliche Statuetten darstellen, die ‘ere ibeji’ genannt werden; diese Statuetten sind an den Kult der verstorbenen Zwillinge gebunden.
Die Stämme Iljo und Urhobo haben, jeder in seiner Art und Weise, eine fantastische Tierstatue erschaffen; diese Art von Monster soll über die Familie wachen.

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Der Stamm der Ibibio hat hölzerne Gebräbnisfiguren, die die Vorfahren der Stämme darstellen; diese sind in einem Stil geschnitzt, den wir heutzutage kubistisch definieren würden.

Der Stamm der Igala präsentiert kleine Statuen des Familienschutzes; obwohl sie in ihren Dimensionen reduziert sind, zeichnen sie sich durch ihre starke Ausdruckskraft aus.
Die Jukunstatuen haben zylindrische Oberkörper und Hälse von gleichem Durchmesser, während die kurzen Beine von diagonalen, geometrischen Einkerbungen unterteilt sind, die fast Pyramiden bilden. In ihrer Bildhauerkunst hat der Stamm der Bwanga, aus der Gruppe der Bamileké, eine persönliche und außergewöhnliche Weise entwickelt, um eine Bewegung auszudrücken, und zwar mit Drehung des Oberkörpers, oder der Neigung des Kopfes, oder der Position der Beine.